Das Raynaud-Syndrom

Das Raynaud-Syndrom steht stellvertretend für eine Durchblutungsstörung, vornehmlich an den Enden der oberen und/oder unteren Extremitäten. Es kommt durch äußere Kälteeinwirkung oder auch auch durch Stress zu Gefäßkrämpfen an den kleinen Gefäßen der betroffenen Körperstellen. Als Folge kommt es zu einer verminderten Blutversorgung, meist an Fingern und Zehen.

Typische Symptome sind Kältegefühl, Weiß- oder Blaufärbung der Haut mit begleitendem Gefühlsverlust. Manchmal kommen auch Schmerzen dazu, vor allem wenn nach der Kälteeinwirkung in einer warmen Umgebung die Durchblutung wieder retour kommt (Revaskularisationsschmerz).

Behandlung des Raynoud Syndroms mit Botox

Zu den bisherigen Therapiemethoden zählen das ständige Warmhalten der betroffenen Extremität und die medikamentöse Einnahme von gefäßerweiternden Substanzen mit teilweise auftretenden signifikanten Nebenwirkungen (Kalziumantagonisten, PDE-5-Hemmer, Prostacyclin-Analoga, Angiotensinrezeptorblocker, SSRI, Pentoxifyllin, Bosentan, lokale Nitroglycerincreme).

In den letzten Jahren wurde die lokale Wirksamkeit von Botulinumtoxin A “Botox” bei Patienten mit Raynaud Syndrom entdeckt und vermehrt angewandt.

Durch gezielte Mini-Injektionen werden die überaktiven Nervenimpulse, die die Gefäßverengung verursachen, blockiert. Dadurch wird die Durchblutung verbessert, Schmerzen gelindert und Gefäßkrämpfe reduziert.

Eine persönliche ärztliche Beratung bei unserem plastischen Chirurgen, Herrn Dr. Tsolakidis Savas klärt, ob diese spezielle Behandlung im individuellen Fall sinnvoll ist.

In Anbetracht der bisherigen - limitierten und nebenwirkungsreichen Therapieoptionen scheint Botox also ein Lichtblick zu sein.

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Rekonstruktion nach Tumor-Entfernungen